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Die Stiftung ist aus dem Nachlass des Husumer
Geschäftsmannes Karl-Friedrich Hagemann errichtet worden, der
1994 im Alter von erst 57 Jahren verstorben ist.
Der am 16. November 1936 geborene gelernte Drogist, der in seiner
Heimatstadt eine Firma für umweltverträgliche Schädlingsbekämpfungsmittel
betrieb, gleichzeitig als Versteigerer tätig war und ein Antiquitätengeschäft
führte, war weit über seinen engeren, beruflichen Wirkungskreis
hinaus bekannt. Als sich im Jahre 1956 die Deutsche Friedensgesellschaft
Vereinigte Kriegsdienstgegner (DFG-VK) konstituierte, gehörte
der gerade einmal 20jährige Hagemann zu den Gründungsmitgliedern.
Die Husumer Dependance dieser Vereinigung leitete er bis zu seinem
Tod. Zahlreiche Kriegsdienstverweigerer beriet er in Vorbereitung
auf die über viele Jahre hinweg obligatorische "Gewissensprüfung".
In seinem Testament verfügte er die Errichtung einer Stiftung,
die zur Förderung und Erhaltung der friesischen und der niederdeutschen
Sprache in Nordfriesland sowie zur Unterstützung der Friedensarbeit
im dänisch-deutschen Grenzland beitragen sollte. Die Minderheitenarbeit
galt ihm als ein wesentlicher Beitrag zur Erhaltung des Friedens |